Die Behandlung

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Ab wann von interdisziplinärer Behandlung gesprochen wird, entscheidet sich bei einer Betrachtung psychosozialer, somatopsychischer* und psychosoma-tischen Zusammenhänge bzw. von Therapieansätzen, die in die Selbststeue-rung des erkrankten Menschen mit somatischen, psychotherapeutischen und  psychosozialen  Behandlungsverfahren eingreifen können. (*körperliche Erkrankungen mit psychischen Auswirkungen, z. B. mit Depressionen bei einem Karzinom oder nach einem Herzinfarkt)

Das Institut spricht von interdisziplinärer Therapie bei Psychotherapie und Medizin, da diese Fachrichtungen verwandte Bereiche aufweisen, die durch Regelkreise verknüpft sind. In sie kann man wie oben erwähnt steuernd eingreifen.

Interdisziplinär arbeitet auf diese Weise der Psychotherapeut mit dem Neurologen zusammen, wenn es um eine Neuralgie geht. Der Neurologe kooperiert mit dem Internisten, um Hirnaktivitäten zu erklären. Der Psychiater arbeitet mit dem Internisten zusammen um hormonelle Einflüsse  einzuordnen, daneben entwickelt er noch eigene Methoden, wenn sich die Methoden aus den anderen beiden Fachbereichen für die Lösung bestimmter Probleme als unzureichend erweisen. Der Sozialmediziner unterstützt das Verständnis der Ärzte und Patienten für die sozialen Auslöser der Erkrankung.

Exemplarisch gelingt dies

  • durch eine internistische Behandlung bei seelisch ausgelöstem Asthma oder Bluthochdruck,
  • durch eine psychopharmakologische Behandlung bei einer internistischen Erkrankung wie Angina pectoris,
  • durch emotionale Impulse in einer systemischen Familientherapie.
  • In tiefenpsychologischer (assoziativer) Hinsicht gelingt dies durch Aktivierung von Einfällen oder Erinnerungen, die emotional eine kathartische Wirkung (Aha-Effekt) haben und einen Erkenntnisprozess nach sich ziehen.
  • In verhaltenstherapeutischer Hinsicht gelingt dies durch Exposition, die Gefühle ermöglichen, wie wir sie in psychodynamischen Therapien (Psychoanalyse z.B.) durch Übertragung ermöglichen.

 

Diagnostische Ziele

Unsere diagnostischen und gutachterlichen Ziele sehen wir in der

  • der Erfassung der Vernetzung interdisziplinärer Aspekte in einem psycho-sozio-somatischen Prozeß, der sich auf Grund natürlicher Abläufe im menschlichen Körper und der Umwelt ständig ändert (selbststeuernder Anpassungsprozess).
  • der Beachtung der 5 Dimensionen wie dargelegt (Behandlungsphilosophie)

 

Therapeutische Ziele

  • Die Integration psychosozialer Aspekte in die Akutmedizin
  • Die Integration von Information und Beratung zur Beschleunigung der Behandlung
  • Die Integration von Prävention in der stationären Nach- und Vorsorge

Da die Interdisziplinarität, die die psychosoziale Arbeit in der Medizin darstellt, vielschichtig und komplex ist, findet eine Unterteilung in Einzelbereiche therapeutisch nicht statt. Sie werden entsprechend den psycho-sozio-somatischen Übergängen nicht getrennt vollzogen.

 

KOOPERATIONEN

Eine Zusammenarbeit der Akutklinik Privatinum und des Penta-Instituts erfolgt konsiliarmäßig mit Praxen, Instituten und Kliniken, die interdisziplinäre Maßnahmen  privilegieren und das Ziel verfolgen, Menschen wieder sehr resilient in ihr gewohntes Leben wieder zu integrieren.